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Wie gründe ich einen Selbstverlag?

Es sind keinerlei rechtliche Hürden damit verbunden einen eigenen Verlag, sog. Selbstverlag, zu gründen. Zwar gibt es seit dem Jahr 1901 ein eigenes Verlagsgesetz. Das trifft auf eine Einzelperson jedoch nicht zu, da Sie die Verwertungsrechte Ihres Buchs nicht übertragen müssen.

Bei E-Books wird es ganz deutlich, dass ein Selbstverlag viele Vorteile besitzt.
Es ist eine leise Revolution die gerade stattfindet. Realisieren große Verlage die Gefahr? Sehr schnell könnten sie von Privatleuten überrannt werden, nur weil sich Verlage an ihre gewachsenen Strukturen klammern.

Was macht ein Verlag, um ein Buch zu veröffentlichen:

  • Buchtitel auswählen, Manuskripte bewerten
  • Veröffentlichung vorbereiten
  • Texte verbessern, Lektoratsarbeiten
  • Buch drucken, als das physische Print-Produkt herstellen
  • für das Buch werben, also Marketing

Die ersten zwei Punkte überspringen Selbstverleger und widmen sich vor allem dem Schreiben. Danach müssen die eigenen Inhalte vermarktet werden.

Für den Vertriebsweg über iTunes und Amazon ist der Marketingaufwand minimal. Die Plattform erzeugen einen stetigen Strom interessierter Leser. Außerdem ist die Bezahlung ein Kinderspiel.
Selbst Mini-Nischenthemen werden von ausreichend vielen Lesern gefunden.

Werbetrommel rühren

Denken Sie über den Tellerrand des geschriebenen Worts hinaus. Wie wäre es ein kurzes Video aufzunehmen.
Setzen Sie sich mit der Video-Kamera auf eine Wiese. Inszenieren Sie eine Art Interview und sprechen Sie über Ihr Buch.
Zusätzlich können Sie Freunde und Lesern bitte ihre Rezensionen der Vorab-Exemplare als Video aufzunehmen.

Experten gehen davon aus, dass in Amerika bereits ein Drittel der E-Books im Eigenverlag erscheinen. Und laut Amazon erscheinen in Deutschland mehr als die Hälfte der Bücher des Kindle-Shops im Selbstverlag. Innerhalb der Top-10-Titel beträgt die Zahl der Selfpublisher sogar zwei Drittel.

Wozu sich mit dem Manuskript mühsam bei hunderten von Verlagen bewerben. Für gedruckte Bücher gibt es zahlreiche Books-on-Demand Anbieter, die Bücher im Selbstverlag veröffentlichen.

Der Hauptaufwand eines Buch ist es den Text zu verfassen. Produzieren können Sie es zum Selbstkostenpreis.

Da klingt es vielversprechend das eigene Buch selbst zu verlegen. Geht es wirklich so einfach? Stellen Sie sich die Frage, warum Sie Ihr Buch veröffentlichen lassen wollen:

  • Wenige Leser
    Bedienen Sie einen so kleinen Markt, dass es sich für einen großen Verlag nicht lohnt das Buch zu drucken. Dann wäre es eine Alternative das Buch selbst drucken zu lassen, in kleiner Auflage oder mit Print-on-Demand.Bei Print-on-Demand wird das Buch erst gedruckt, wenn es einen Leser gefunden hat. Die gesamt Logistik-Maschinerie läuft erst an, wenn der Titel bestellt wurde. Das spart die hohen Kosten einer Druckerei und der Lagerung. Denn der Prozess ist soweit automatisiert, dass die Preise für Book-on-Demand nur minimal höher sind, als für massenhaft gedruckte Bücher.
  • Gewinn-Maximierung
    Möchten Sie den Großteil des Gewinns selbst behalten? Es ist sicherlich verlockend die komplette Wertschöpfungskette vom Manuskript bis zum Buchdruck in einer Hand zu halten.
    Aber stellen Sie sich besser die Frage, ob dieses Geschäftsmodell nicht veraltet ist. Große Verlage nutzen die Fixkostendegression bei steigender Auflage. Für digitale Güter ist der Spar-Effekt viel kleiner.
  • Ein gedrucktes Buch als Statussymbol
    Findet sich kein Verlag, der das Buch herausbringen will, weil sie Ihr Buch als Statussymbol sehen, um damit zu prahlen? Suchen Sie gar nicht weiter, denn für diesen Zweck gibt es genügend Anbieter. Immer vorausgesetzt, Ihr Statussymbol ist Ihnen 50 bis 100 € wert.
    Die Mittel dazu finden Sie alle im Netz. Vom Ghostwriter, über einen Lektor bis zu Grafikern für den Einband. Ist Ihnen das immer noch zu viel Aufwand, dann heuern Sie ein Schreibbüro an, dass Ihnen alle Aufgaben abnimmt.

Best-Seller aus dem Selbstverlag

Große Medienverlage betonen immer wieder, dass Selfpublisher nur in wenigen Ausnahmefällen Millionenauflagen erreichten und mit ihrem Buch reich und berühmt wurden. Doch muss es so viel Geld auf einmal sein?

Nehmen wir an Sie schreiben ein Buch für das sich pro Monat 50 Leser finden. Über den Daumen gepeilt verdienen Sie pro Monat also zukünftig 420 Euro an Ihrem Buch. Dieses Einkommen erzielen Sie nebenbei, ohne weiteren Aufwand.

Funktioniert Self-Publishing?

Theoretisch klingt es einfach ein Buch selbst als E-Book zu veröffentlichen. Zum Beispiel das Word-Dokument in ein anderes Dateiformat umwandeln, hochladen. Fertig!

„Dafür müssen Autoren im Selbstverlag alles selbst erledigen!“

Lassen Sie sich keine Angst machen, wenn andere Leute erzählen, es sei so kompliziert ein Buch zu veröffentlichen. Es sind viele Schritte zu beachten.

Das heißt nicht, dass Sie als Selfpublisher genauso arbeiten müssen wie ein Großverlag. Ja, Sie müssen alles selber machen. Aber lassen Sie die tradierten Arbeitsprozesse der Branchen-Dinosaurier einfach links liegen.